Komplettpakete
Viele der angebotenen Buchhaltungssoftware werden als so genanntes Komplettpaket angeboten. Das heißt, sie beinhalten sowohl das Buchhaltungsprogramm als auch ein Lohnprogramm und eine Software für die Fakturierung. Die besseren Buchhaltungssoftwares bieten den Service von automatischen Buchungen an. Das bedeutet man kann die geschriebenen Rechnungen automatisch in die Buchhaltungsprogramme übernehmen und auch die Buchung der Lohndaten automatisch anstoßen. Das mag sinnvoll sein, denn somit werden Fehlerquellen ausgeschlossen.
Die automatische Verbuchung von Rechungen ist natürlich nur für diejenigen sinnvoll, die nach vereinbarten Entgelten versteuern. Für die meisten Kleinunternehmer und Freiberufler ist das aber nicht der Fall. Für diejenigen, die nach vereinbarten Entgelten versteuern, entfallen durch diese Funktion nicht nur Fehlerquellen beim Buchen sondern auch der Zeitaufwand für die Erfassung der einzelnen Rechnungen entfällt.
Das schöne bei den Komplettpaketen besteht darin, dass nicht nur die Buchhaltungssoftware angeboten wird. Es geht in vielen Fällen weit darüber hinaus. Lohnabrechnung ist ein umfangreiches Feld und auch in der Fakturierung sind in vielen Fällen die einzelnen Bausteine gut auf einander abgestimmt. Aus dem Angebot kann man den Lieferschein entwickeln, aus diesem dann automatisch die Rechnung anstoßen. Aber der Interessent sollte sich überlegen, ob er das alles benötigt. Ein Kleinunternehmen mit nur einigen Rechungen im Monat benötigt wahrscheinlich keine Fakturierung.
Und ob für ein oder zwei Angestellte ein Lohnprogramm unbedingt vorhanden sein muss, ist die Frage. Zumal einige der angebotenen Buchhaltungsprogramme nur eine ganz normale Abrechnung anbieten. Mit dem Jahresausgleich sind sie bereits überfordert, von speziellen Abrechungen wie Akkordlohn oder Baulohn einmal ganz zu schweigen. Für die Erfassung und Berechnung solch spezieller Aufgaben müssen auch fundierte Kenntnisse beim Anwender vorhanden sein.
Ohne diese Kenntnisse nützt das ganze Buchhaltungsprogramm nicht. Daher sollte man genau überlegen, welche Buchhaltungssoftware man wirklich benötigt.

